|
Der Weltnacktradeltag Selbst Nacktbaden wird in vielen Ländern nicht gern gesehen
Das Jahr hat 365 Tage und fast jeder hat eine ganz besondere Bedeutung. Es gibt den Vatertag und den Muttertag. Es
gibt den Tag der Umwelt. Es gibt den Internationalen Aktionstag gegen Staudämme und den Tag für die Zahl Pi, beide fallen übrigens auf das gleiche Datum. Und es gibt den Weltnacktradeltag. Natürlich, was
auch sonst? Am 11. Juni ist es soweit, dann sind überall auf der Welt Radler im Adamskostüm unterwegs.
Nackt Sport zu treiben ist im Prinzip ja gar nicht so abwegig. Bei den Olympischen Spiele in
der Antike waren ja auch alle nackt. Es gibt aber auch gute Argumente, die dagegen sprechen, heute nackt ins Stadion zu gehen. Erstens: Es gucken auch Kinder zu, früher bei den alten Griechen durften
nicht einmal Frauen dabei sein. Zweitens: Das Ozonloch wird immer größer, damit steigt die Sonnenbrandgefahr, wenn man stundenlang ungeschützt im Stadion steht. Und drittens: Wenn die Sportler nackt
wären, würden sie wichtige Sponsoren wie Adidas oder Puma verlieren. Das geht also alles gar nicht.
In Deutschland sind etwa 60.000 Menschen in FKK-Vereinen organisiert und mehr als zwölf
Millionen Deutsche lassen sich im Urlaub nahtlos bräunen. In vielen Ländern ist das ja auch überhaupt gar kein Problem. Frankreich zum Beispiel ist ein Paradies für FKK-Anhänger. Es gibt ganze
Ferienanlage, die haben sich auf Nackt-Urlauber spezialisiert. In islamischen Ländern lässt es man besser sein, in Kenia droht sogar Gefängnis. Und in Dänemark ist der FKK-Urlaub so angesagt, dass häufig
nicht die FKK-Strände ausgeschildert sind, sondern die Textilstrände.
In Ägypten sind oben ohne und FKK tabu, auch in Hotelanlagen. Sogar ein Bikini kann unter Umständen auf Missgefallen
stoßen.Auf den Seychellen ist das Bräunen oben ohne möglich und an vielen einsamen Buchten darf man nach Rücksprache mit den Hotels nackt baden. Im Norden und Osten Europas hat man mit dem Nacktbaden
kein Problem. Und auch der katholische Süden macht immer mehr Zugeständnisse an den Tourismus. So sind insbesondere Skandinavien und Osteuropa sehr liberale Länder, was den Anblick entblößter Körper
betrifft.
In Griechenland ist das Nacktbaden offiziell verboten, jedoch werden auf den Urlaubsinseln Zugeständnisse an den Tourismus gemacht. Besonders auf den Kykladen und anderen, touristisch
erschlossenen Inseln, ist FKK an ausgewiesenen Stränden erlaubt. Auf Mikonos ist Nacktbaden beispielsweise an mehreren Stränden ausdrücklich erlaubt, zum Beispiel am Paradise und am Agrari Beach. Auf
Kreta ist FKK am Strand Plakias erlaubt. Einen offiziellen Nacktbadestrand gibt es zudem in der Nähe Plakias in der Damnonibucht. Klein, aber fein: Auf Chrissi ist Nacktbaden kein Problem. Auf der Insel
ist nicht viel los. Kein Strom, kein Wasser und viele Camper.
Vorsicht bei den “Familienstränden" in Großbritannien - hier ist jeder Fetzen Blankheit verboten und verpönt. An Englands
Südküste allerdings gibt es ein paar Strände, wo oben ohne bzw. FKK erlaubt ist, zum Beipsiel in Bournemouth und Torquay. In der Türkei ist FKK ist grundsätzlich verboten, selbst innerhalb der
Ferienanlagen wird oben ohne als Anmache gewertet - mit explizit ausgewiesenen Ausnahmeregelungen einzelner Hotels.
In Kanada gibt es einige extra ausgewiesene FKK-Strände - ansonsten hält man
sich hier züchtig bedeckt. In den USA ist Nacktbaden und topless grundsätzlich illegal. Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel: Rund um Miami ist oben ohne erlaubt. In Kalifornien gibt es einige
FKK-Strandabschnitte, zum Beispiel in San Franciscos National Recreation Area. "Clothing optional beach" ist in den restlichen USA das Zauberwort - FKKler teilen sich Strand und Wellen mit
bekleideten Sonnenanbetern. An den Stränden Hawaiis ist oben ohne verpönt - die Strafe folgt auf dem Fuße.
In der Karibik ist FKK tabu und gesetzlich verboten - Verstöße werden mit sehr hohen
Geldstrafen geahndet. Oben ohne hat sich jedoch dank der zahlreichen Touristen eingebürgert und an Hotelstränden möglich. Ausnahme: St. Martin - dort ist das Nacktbaden an gekennzeichneten Stränden
erlaubt. In der Dominikanische Republik wird oben ohne wird nicht gern gesehen. Nur an Hotelstränden wird es in der Regel geduldet.
Zu viel nackte Haut ist in Asien verpönt. Vor allem in
muslimischen Ländern wie Indonesien und Malaysia sollte auf keinen Fall zu viel Haut gezeigt werden. Für den gesamten Kontinent gilt: Nacktbaden ist völlig tabu, Oberteile sollten Sie nur in
abgeschiedenen Resorts oder versteckten Buchten ablegen.
In Australien ist topless landesweit kein Problem. Nacktbaden ist allerdings immer noch sehr umstritten und nur an extra gekennzeichneten
Strandabschnitten möglich - an den so genannten "clothing optional" Stränden.In Neuseeland ist beides selten erlaubt. In Neuseeland wird oben ohne und Nacktbaden nicht geduldet - außer auf
abgelegenen Strandabschnitten.
|