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Drei von vier Männer würden ihre Karriere für die Kinder zurückstellen In der Praxis allerdings gehen nur sehr wenige Männer diesen Schritt
In Deutschland kommen immer weniger Kinder zur Welt. Kind und Karriere unter einen Hut zu kriegen, ist eben gar nicht so einfach. Nicht nur für
Frauen. Auch Männer müssen sich immer häufiger die Frage stellen, ob sie die Karriere für den Nachwuchs nicht ein bisschen zurückstellen sollten. In Schweden zum Beispiel, sind Männer gesetzlich
gezwungen, sich mehr um die Erziehung der Kinder zu kümmern.
In aktuellen Umfragen sagen drei Viertel aller Männer: Wir sind bereit in Teilzeit zu arbeiten, wenn Nachwuchs ansteht. In der Praxis
sieht das aber wieder ganz anders aus. Nur drei Prozent aller deutschen Väter arbeiten tatsächlich halbe Tage. Bei den meisten Eltern muss immer noch die Mutter beruflich kürzer treten.
Dass
Theorie und Praxis so weit auseinander liegen, dafür gibt es mehrere Gründe. Erstens: Männer verdienen meist mehr Frauen. Zweitens: Männer haben mehr Sorgen, dass die Karriere durch Kinder einen Knick
bekommt oder sie ihren Job ganz verlieren. Und drittens: Männer können sich einfach nur schwer vorstellen, die ganze Woche zu Hause zu sein.
Dennoch sind Männer viel besser als ihr Ruf. Sie
arbeiten doppelt so viel wie Frauen und helfen trotzdem im Haushalt, so der Politologe Peter Döge aus Berlin. Er fordert auch ein Umdenken in der Familienpolitik. Die Elternzeit muss auch für Männer
attraktiver werden, sagt Döge. Und er verweist auf das schwedische Modell. Dort müssen von zwölf Monaten Elternzeit die Väter zwei Monate übernehmen, sonst bekommen die Familien in diesen beiden Monaten
kein Geld.
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