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Getrübter Durchblick beim Augenoptiker
Stiftung Warentest nimmt Augenoptiker unter die Lupe

Filialen von Augenoptikerketten gibts an jeder Ecke. Kein Wunder: Fast jeder dritte Deutsche sieht nicht scharf. Die Stiftung Warentest hat sich sieben große Optikerketten und fünf freie Berliner Optiker angeschaut und festgestellt: „Gute“ oder gar „sehr gute“ Optiker waren keine zu sehen. Alle waren „befriedigend“.

Wer sich eine Brille kauft, lässt sich erst einmal beraten. Das klappte bei Binder und Matt Optik gerade mal „befriedigend“ - alle anderen Optiker berieten nur „ausreichend“. Häufiger Fehler: Die Augenoptiker fragten nicht nach der Augengesundheit ihrer Kunden. Außerdem waren die Optiker mit zu wenigen Informationen zufrieden, wenn die Tester erklärten, für welchen Zweck sie die Brille benutzen. Details wollten die wenigsten wissen.

Sehr wichtig bei jedem Brillenkauf: Die Bestimmung der Fehlsichtigkeit und der notwendigen Brillengläser, die diese Fehlsichtigkeit korrigieren. Lediglich Binder Optik machte seine Sache „gut“. Andere Läden verkauften den Testern zu oft Brillen, die ihre Fehlsichtigkeit unzulänglich korrigierten. Gerade bei Gleitsichtbrillen zeigten die Optiker Schwächen bei der Zentrierung. Viele setzten den optimalen Durchblickpunkt für die Ferne zu tief an. Nur Apollo und Abele boten in diesem Prüfpunkt „gute“ Leistungen. Binder und die Berliner Einzelanbieter kamen nicht über ein „Ausreichend“ hinaus.

Nach Wahl der Fassung, Ermittlung aller Werte, Lieferung der Gläser und Anpassung der Fassung machten sich nun die Augenoptiker an den Zusammenbau der Brille. Ihr Handwerk beherrschen fünf Optiker „gut“. Binder Optik, Krane Optic und Optiker Bode fertigten die Brille mit einer „befriedigenden“ Qualität an. Damit bewegen sich die Augenoptiker hier insgesamt auf einem hohen Niveau. Auch randlose Bohrbrillen - größte Herausforderung in Sachen Handwerkskunst - erstellten die Optiker in ansprechender Qualität.

Fast alle Optiker passten die Brillen unzureichend an. Probleme: Die Brille hat nicht den notwendigen Halt. Die Zentrierung verschiebt sich, was nach langem Tragen zu Doppelbildern führen kann, weil die Augenmuskeln ermüden. Oder verkantete Nasenpads und drückende Metallbügel führen zu Druckstellen. Abele, Matt, Bode und die Berliner Einzelanbieter bekamen in Puncto Anpassung nur „ausreichende“ Urteile. Apollo, Fielmann, Binder und Krane lieferten eine „befriedigende“ Anpassung. Ärgerlich: Nur drei von insgesamt 40 Brillen waren „gut“ angepasst. (Quelle: Stiftung Warentest)

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