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Abschleppen und die Folgen
Wer Feuerwehrzufahrten versperrt darf nicht auf nachsichtige Polizisten hoffen

Nur mal ein paar Minuten in der zweiten Reihe parken, so schlimm kann das doch nicht sein. Das hast doch bestimmt auch schon mal gedacht, wenn Du in der Stadt wieder einmal verzweifelt nach einem Parkplatz gesucht hast.

Viele Autofahrer lassen es darauf ankommen. Jedenfalls werden immer mehr Autos abgeschleppt. Und das kann inzwischen so richtig teuer werden. Wird Dein Auto auf den Haken genommen, musst Du mit Kosten von 200 bis 300 Euro rechnen. Und da kommen dann noch so genannte Verwahrkosten auf speziellen Verwahrplätzen dazu.

In Hamburg zum Beispiel kostet ein Tag allein 63 Euro an Gebühren. Wer also etwa sein Auto falsch abstellt, auch versehentlich und 14 Tage in den Urlaub fliegt, wird bei der Rückkehr mit Kosten von mehr als 1.000 Euro empfangen.

Grundsätzlich liegt es im Ermessen der Polizei, wann sie abschleppt. Sofort holt sie allerdings meist den Abschlepper, wenn Du tatsächlich im Halteverbot stehst, Feuerwehrzufahrten oder Rettungswege blockierst, wenn Du auf Geh- oder Radwegen stehst, auf Behinderten-Parkplätzen, in zweiter Reihe oder an Bushaltestellen oder generell in Gefahrenbereichen, wo das Halten und Parken ohnehin verboten ist, wie zum Beispiel in engen Kurven, direkt vor Kreuzungen oder direkt vor Bahnübergängen.

Viele legen auch einen Zettel mit ihrer Handy-Nummer hinter die Windschutzscheibe und glauben dann, die Polizisten müssen vor dem Abschleppen erst einmal diese Nummer anrufen. Aber das ist falsch, das müssen sie nicht.

Der Zettel hinter der Windschutzscheibe mit der Handy-Nummer schützt nicht wirklich vor dem Abschleppen. Denn ob er anruft oder nicht, auch das liegt im Ermessen des Polizeibeamten. Dazu gibt es auch schon Gerichtsurteile, bei denen abgeschleppte Autofahrer den Kürzeren gezogen haben.