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Die Vorteile von Arbeitszeitkonten
Wer Überstunden sammelt kann längere Zeit aussteigen oder früher in Rente gehen

Die Deutschen machen so viele Überstunden wie niemals zuvor. Gut dran ist, wer ein Arbeitszeitkonto hat. Dort kannst Du Deine Überstunden ansammeln und sie zum Beispiel für einen früheren Ruhestand nutzen oder auch mal für einen längeren Ausstieg aus dem Job, eine Auszeit von mehreren Monaten zum Beispiel.

Das hängt allerdings davon ab, ob und wie das in Deiner Firma geregelt ist. Häufig kannst Du Überstunden nur eine gewisse Zeit parken, dann müssen sie abgebummelt werden, bevor es zu viele werden. Oft hast Du aber auch die Möglichkeit, Dein Konto zu beleihen. Also eine gewisse Anzahl von Minusstunden aufzubauen. Auch hier gilt dann: Das Konto muss meist bis zum Jahresende wieder ausgeglichen sein.

Mit einem Langzeitkonto kannst Du dagegen über Jahre hinweg Plusstunden ansammeln. Das gilt oft auch für nicht genommenen Urlaub oder einen Teil Ihres Lohns, auf den Du verzichtest. Solche Konten können dann nicht nur in Zeit, sondern auch in Geld geführt werden. Vorteil: Du sparst Dein Guthaben ohne Steuern und Sozialabgaben an. Die werden erst fällig, wenn das Guthaben ausgezahlt wird.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Konto zu nutzen. Du kannst früher in Rente gehen, einfach mal eine längere Auszeit nehmen, bei vollen Bezügen in Elternzeit gehen oder das Konto in Form von Geldzahlungen auch erst im Rentenalter abrufen. Das hat den Vorteil, dass Dein Steuersatz dann wahrscheinlich geringer als jetzt zu Deiner aktiven Berufszeit. Und auch Beiträge für die Arbeitslosen- und Rentenversicherung fallen dann nicht mehr an.

Unbedingt beachten solltest Du, dass Dein Arbeitszeitkonto ausreichend geschützt ist. Sonst ist das Guthaben verloren, wenn Dein Betrieb Pleite geht. Wie so ein Schutz aussehen muss, ist seit anderthalb Jahren gesetzlich geregelt, Voraussetzung ist allerdings, dass Du einen gewissen Kontostand erreicht hast.

 

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